Exposition "Allégorie de la résistance, c'est être un Être"
In Anlehnung an die Ausstellung des Musée de la Résistance en Argoat "Résistantes en Bretagne" zeigt die Galerie Livandour die Werke von drei iranischen Künstlerinnen zum Thema Widerstand von Frauen im Iran, die am 8. März, dem Tag der Sensibilisierung und Mobilisierung für die Rechte der Frauen, ausgestellt werden.
Die iranischen Frauen werden seit 1979 vom Mullah-Regime besonders unterdrückt und leiden nicht nur unter der Kopftuchpflicht und der Zensur, sondern auch unter willkürlichen Verhaftungen und Inhaftierungen sowie der Misshandlung und Folter durch die Kriminalpolizei.
Seit dem 16. September 2022, als die junge iranische Kurdin Mahsa Amini im Alter von 22 Jahren von der Polizei wegen eines fehlenden Schleiers ermordet wurde, hat sich im ganzen Land eine große Revolte erhoben, in der sich die Männer dem Aufstand der Frauen angeschlossen haben: Im Internet tauchen immer mehr Videos auf, in denen sie Schleier verbrennen, ihre Haare abschneiden, sich anketten ?
Im folgenden Monat werden Zehntausende Menschen und Minderjährige festgenommen und inhaftiert: 5 000 verlieren ihr Leben, darunter 71 Minderjährige. Mehr als 5.000 Mädchen, die der Repression zum Opfer fallen, werden in Bildungseinrichtungen mit Gas vergiftet.
Unter dem kurdischen Slogan "Frau, Leben, Freiheit" breitet sich die Bewegung im ganzen Land aus, sogar in den Gefängnissen, wo Narges Mohammidi seit 1998 inhaftiert ist. Die Ingenieurin und Menschenrechtsaktivistin sitzt seit nunmehr 26 Jahren im Gefängnis.
Im Jahr 2023 wird ihr der Friedensnobelpreis verliehen.
Viele iranische Intellektuelle und Künstler, die wie sie den Aufstand unterstützen, sind ebenfalls im EVIN-Gefängnis inhaftiert.
Als Hommage an all diese Künstler, die sich im Widerstand und im Kampf gegen diese Unterdrückung engagieren, und zur Unterstützung dieser kulturellen Revolution für menschliche Werte lädt die Galerie Livandour zwei Exilkünstler ein, ihre Werke zu diesem brandaktuellen Thema auszustellen:
Hourieh Stier aus Lignières-Orgères,
und Guilda Guillaumin aus Ploumagoar
In dieser Ausstellung wird auch der Film "Wrise" der iranischen Künstlerin Parisima Kouklan, die nach Australien geflohen ist, gezeigt,
eine Erzählung über die Resilienz von acht iranischen Frauen.
Org. Pôle de l'Etang Neuf (Pol des Etang Neuf)