Conférence "L'engagement et la place des femmes dans la libération de la Bretagne : juin 1944 - mai 1945"
Im Rahmen der Sonderausstellung "Résistantes en Bretagne 1940-1944" empfängt das Museum am Sonntag, den 14. Juni, um 15 Uhr Coralie Guého für einen Vortrag über den Einsatz von Frauen bei der Befreiung der Bretagne: Juni 1944 - Mai 1945.
In der Bretagne gab es nur wenige Widerstandskämpferinnen, die sich im Sommer 44 für den Eintritt in die Armee entschieden. Meist handelte es sich um sehr junge Frauen, die als Krankenschwestern oder Verbindungs- und Nachrichtendienstlerinnen für den Widerstand tätig waren.
Die Situation der Frauen vor dem Zweiten Weltkrieg und die Art und Weise, wie die Widerstandskämpferinnen ausgebildet wurden, lassen wenig Raum für die Funktion der Kämpferin. Einige Fotografien zeigen sie zwar bewaffnet, aber diese Bilder sind mit Vorsicht zu genießen, da sie häufig einer retrospektiven Inszenierung der Befreiung entspringen.
Dennoch waren Frauen in großer Zahl an der Seite der FFI-Kontingente, die nach und nach in Regimentern reorganisiert wurden, präsent: hauptsächlich als medizinische Hilfskräfte oder Sekretärinnen, als Nachrichtendienstlerinnen, andere als Leiterinnen von Hilfsnetzwerken, insbesondere im Umfeld der französischen Einheiten an der Atlantikfront. In einer Zeit, in der der Untergrund aufgehoben und den Frauen ein politischer Platz eingeräumt wurde, wurde das Engagement der Frauen vor aller Augen offiziell.
Coralie Guého hat nach einem Geschichtsstudium an der Universität Rennes 2 eine Licence Professionnelle Tourisme du Patrimoine erworben und ist seit 2021 Kulturvermittlerin im Musée de la Résistance en Bretagne. Sie ist sehr engagiert in der Gedenkstättenarbeit und interessiert sich besonders für die Stellung der Frauen während des Zweiten Weltkriegs. In ihrem Vortrag beleuchtet sie diesen Aspekt der Geschichte, der noch allzu oft verkannt wird.
Org. Musée de la Résistance en Argoat (Widerstandsmuseum)